"Sich mitzuteilen ist Natur" schreibt Johann Wolfgang von Goethe in seinen Verwandtschaften. Im Gutenberg-Jahr wird der Weg dieser menschlichen Kommunikation in Erinnerung gerufen. Einer der Schritte zu unserer heutigen Medienvielfalt war der Holzschnitt, der Wort- und Bildgeschichten einem größeren Publikum vermitteln konnte; man kann ihn als Vorläufer der Buchdruckkunst ansehen. Im Werk von Werner Persy, dem Ramboux-Preisträger der Stadt Trier des Jahres 2000, spielt der Holzschnitt eine besondere Rolle. Er versteht es, seine künstlerische Gedankenvielfalt, seine Erlebnisse, seine facettenreiche Gefühlswelt, seine Geschichten dem Holz im Negativ anzuvertrauen, um es als kantiges oder weiches farbenreiches Positiv auf Papier entstehen zu lassen.Die Idee, Bildern Gedichte gegenüberzustellen ist nicht neu. Ich fand es spannend, aus der großen Fülle deutschsprachiger Lyrik einige Werke herauszusuchen und gleichsam als Sprachbilder beizufügen. Dr. Volker Hochdörffer, Trier 2000
Die Druckstöcke zu den mehrfarbigen Holzschnitten wurden von Werner Persy geschnitten und von Bernhard Maria Müller auf einer antiquarischen Kniehebelpresse von Hand auf 250 g/qm Büttenpapier gedruckt. Die ausgewählten Gedichte stammen von Johann Wolfgang von Goethe, Klabund, Ricarda Huch, Georg Trakl, Bert Brecht, Hugo Ball, Gottfried Benn, Georg Heym, Clemens Brentano, Rainer Maria Rilke, Else Lasker-Schüler, Hermann Hesse, Theodor Storm, Richard Dehmel.
Buch mit 10 mehrfarbigen Holzschnitten von Werner Persy. Holzschnitte: 18 cm x 24 cm. Buchformat: 28 cm x 40 cm / Auflage: 75 Exemplare. Trier, 2000